Warum lokales Azubi-Dating am erfolgreichsten ist

Wir werden immer wieder gefragt, welche Azubi-Dating-Events am erfolgreichsten sind und woran das liegt. In diesem Blogartikel gehen wir mit dir auf Ursachenforschung.

Um dich kurz abzuholen: Wir haben seit Sommer 2020 bundesweit über 100 Azubi-Datings realisiert und durften dabei sehr unterschiedliche Varianten kennenlernen. Es gibt kurze Formate, wie z. B. die “Nacht der Ausbildung”, die in einer Stadt veranstaltet wird und es gibt auf der anderen Seite sehr große Aktionen, die sich an ein ganzes Bundesland richten und mehrere Monate dauern.

Um es dir einfach zu machen, kannst du die Events am besten nach dem Einzugsgebiet und deren Dauer unterscheiden.

Event nach Größe des Einzugsgebiets

Wir haben unsere bisherigen Events in drei Größenkategorien unterteilt:

Riesige Events

Diese Events richten sich oft an die Jugendlichen aus einem ganzen Bundesland und haben immer mehrere Veranstalter (z. B. mehrere Handwerkskammern), die jeweils einen Teil der Unternehmen aus ihrer Region mitbringen.

Vorteile

  • Diese Events haben durch die räumliche Größe viele Jugendliche, für die ihr Angebot relevant ist.
  • Das Marketing hat durch die vielen Veranstalter eine große Reichweite.

Nachteile

  • Umso größer die Zielgruppe ist, umso generischer muss auch die Marketingbotschaft sein. Dies schwächt fast immer die Botschaft.
  • Die räumliche Distanz sorgt dafür, dass nur ein geringer Anteil der Stellen für die Jugendlichen aus einer Gegend wirklich interessant sind.
  • Das Verantwortungsgefühl sinkt, umso mehr Veranstalter es gibt.
  • Die Unterstützung durch lokale Partner (z. B. Schulen) ist meist kaum vorhanden.

Mittelgroße Events

Mittelgroße Events richten sich an die Ausbildungsinteressierten aus einer bestimmten Region oder einer großen Stadt. Veranstalter sind meist ein oder zwei Organisationen (z. B. IHK & HWK), mit dem Ziel, den Jugendlichen ein übergreifendes Angebot zu machen.

Vorteile

  • Diese Events haben durch die räumliche Größe auch eine mittelgroße Zielgruppe.
  • Die Marketingmaßnahmen haben durch die regionale Eingrenzung eine bessere Reichweite.
  • Die räumliche Nähe sorgt dafür, dass ein Großteil der Stellen für die Jugendlichen auch relevant sind.

Nachteile

  • Die Wirksamkeit der Marketingbotschaft ist moderat, da es oft Überschneidungen mit anderen Aktionen in der Region gibt.
  • Die Unterstützung durch Schulen und andere lokale Partner ist meist eher gering, da es zu viele potenzielle Unterstützer gibt.

Kleine Events

Hierbei handelt es sich um kleine, lokale Azubi-Events, die sich oft nur an eine einzelne Gemeinde richten. Veranstalter sind hier neben den Kammern häufig auch Schulen oder lokale Wirtschaftsverbände.

Vorteile

  • Die kleine Zielgruppe ermöglicht eine treffsichere Marketingbotschaft.
  • Auf lokaler Ebene ist die Chance am größten, dass alle potenziellen Partner das Event unterstützen.
  • Der lokale Bezug führt zu einem Gemeinschaftsgefühl, dass sich meist gut auf die Marketingreichweite auswirkt.

Nachteil

  • Kleine Events haben meist nur wenige Schulklassen als Zielgruppe.
  • Die Reichweite endet meist an der Gemeindegrenze.

Events nach Dauer

Neben der Größe des Events wirkt sich auch die Länge des Events auf den Erfolg des Events aus. Auch diese haben wir in drei Varianten unterteilt:

Lange Events

Events die über mehrere Monate laufen.

Vorteile

  • Die Stellenangebote sind lange verfügbar.
  • Der einmalige Aufwand lohnt sich.

Nachteile

  • Starke Ähnlichkeit mit klassischen Stellenportalen.
  • Die Unternehmen sind oft nicht bereit, über Monate hinweg Gesprächstermine anzubieten.
  • Für viele Unternehmen ist es zu viel Aufwand, die Informationen aktuell zu halten.

Mittlere Events

Events mit einer Laufzeit von zwei bis vier Wochen.

Vorteile

  • Durch die Limitierung steigt die Exklusivität.
  • Klare Abgrenzung zu Jobportalen.
  • Hohe Bereitschaft der Unternehmen, für dieses Zeitfenster Gesprächstermine anzubieten.

Nachteile

  • Der Einrichtungsaufwand ist für die Unternehmen genauso hoch wie bei langen Events.

Kurze Events

Events, die nur wenige Tage oder sogar nur einige Stunden lang sind.

Vorteile

  • Limitierung steigert die Exklusivität.
  • Wenig zeitlicher Aufwand für Veranstalter und Aussteller.

Nachteile

  • Viel Aufwand für ein kurzes Zeitfenster.
  • Wenn es auf dem Event auch Programm (Vorträge, Workshops usw.) müssen sich die Schüler*innen entscheiden, ob sie dem Programm folgen wollen oder ob sie lieber mehr Termine mit Unternehmen wahrnehmen möchten.

Darum sind kleine Events mit einer mittleren Laufzeit am besten

Nach unseren Erfahrungen sind kleine Events mit einer mittleren Laufzeit aus den folgenden Gründen am erfolgreichsten:

  • Bei kleinen Events umfasst die Zielgruppe zwar meist nur wenige Schulklassen, aber diese können direkt angesprochen werden. Die Chance, von den Schüler*innen wahrgenommen zu werden, ist erheblich höher als bei großen Aktionen, die sich an ein ganzes Land richten.
  • Durch den lokalen Bezug sind die Schulen eher bereit, das Event aktiv zu bewerben. Wir haben ein paar Mal erlebt, dass die Schule selbst zum Mitveranstalter geworden ist und das Azubi-Dating wirklich “in die Schule geholt hat” – jedes Mal wurde das Event dadurch zu einem wahren Erfolg.
  • Auf lokaler Ebene sorgt das Gemeinschaftsgefühl dafür, dass das Event auch von anderen lokalen Organisationen beworben wird, die nicht direkt an dem Event beteiligt sind. Zudem werden lokale Events häufiger über Familie und Freude an die Jugendlichen herangetragen.
  • Durch die lokale Präsenz gehört es für viele Unternehmen zum guten Ton, an dem Event teilzunehmen und das wirkt sich auch auf die Qualität der Termine aus. Schülerumfragen zufolge sind die Gespräche bei lokalen Events fast immer besser als bei größeren Aktionen.

Fazit

Kleine Events mit einer Laufzeit von zwei bis vier Wochen schneiden sowohl qualitativ als auch quantitativ am besten ab. Es gibt im Verhältnis immer mehr Termine als bei größeren Events und zudem werden die Termine von den Schüler*innen als besser beurteilt als bei größeren Events.

Unsere Empfehlung ist daher klar: Am besten funktionieren kleine lokale Events mit einer Laufzeit von zwei bis vier Wochen.

PS: Bei dem Event, das bisher am besten performt hat, waren die Schulen sogar Mitveranstalter und das Azubi-Dating wurde so zu einem Bestandteil des Unterrichts 😊

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Konstantin Holtstiege
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