Euer Game ist fertig und endlich einsatzbereit. In diesem Guide erhaltet ihr eine Checkliste, um zu prüfen, ob ihr alle Möglichkeiten nutzt, die euch jetzt zur Verfügung stehen, von der eigenen Website bis zum nächsten Messestand. Es geht um handfeste Tipps und Tricks, wie ihr euer Spiel so einsetzt, dass es tatsächlich wirkt, statt nur online zu existieren. Denn ein Recruiting Game entfaltet seine Wirkung nicht durch seine bloße Existenz. Es entfaltet sie dort, wo Menschen es finden, anklicken und weitererzählen. Diese Checkliste zeigt euch, an welchen Stellen ihr jetzt ansetzen könnt, damit euer Spiel gesehen wird. Must-Knows auf einen Blick Website: Euer Spiel gehört dorthin, wo ohnehin schon Traffic ist, als Button im Hauptmenü oder Header, auf der Karriereseite, in Stellenanzeigen, im besten Fall direkt auf der Startseite. Social Media: Ein Post am Launch-Tag reicht nicht. Verteilt Videoausschnitte, Screenshots und Reaktionen über mehrere Wochen und verlinkt das Spiel dauerhaft in der Bio, zum Beispiel über ein Linktree. Plakate: Räume mit Laufkundschaft prüfen, Empfang, Kantine, Aufzug, und dort mit QR-Code arbeiten. Ads: Kanal passend zur Zielperson wählen und mit bestehenden Recruiting-Anzeigen abstimmen statt getrennt zu planen. Messen und Events: Technik frühzeitig klären (Tablet, WLAN) und Standpersonal das Spiel selbst spielen lassen. Kolleg*innen: Intern informieren, im Newsletter, im Meeting, im Intranet, denn die eigene Belegschaft ist eure stärkste Reichweite. Auf der Website – gut sichtbar statt gut versteckt Viele Spiele verschwinden auf einer Unterseite, die kaum jemand findet. Dabei ist die eigene Website oft der erste Ort, an dem Bewerbende und Kolleg*innen nachschauen. Das Spiel gehört deshalb dorthin, wo bereits Besuch ist, auf die Karriereseite, in die passenden Stellenanzeigen, im besten Fall direkt auf die Startseite. Am wenigsten Aufwand erzeugt ihr, wenn das Spiel ohne Umwege erreichbar ist. Ein eigener Button im Hauptmenü oder direkt im Header sorgt dafür, dass er auf jeder Unterseite sichtbar bleibt, ganz ohne dass Besucher*innen erst suchen müssen. Stellt euch die Frage ganz konkret: Würde jemand das Spiel zufällig entdecken oder müsste er zehn Minuten danach suchen? Wenn Letzteres zutrifft, ist die Platzierung das Erste, was ihr ändern solltet. Auf Social Media – Wiederholung statt Einmal-Post Ein einzelner Beitrag am Launch-Tag reicht nicht aus. Social Media lebt von Wiederholung und unterschiedlichen Formaten, ein kurzer Videoausschnitt aus dem Spiel, ein Screenshot mit Highscore, eine Reaktion von Kolleg*innen, die es bereits getestet haben. Verteilt diese Beiträge über mehrere Wochen, statt sie an einem Tag zu verschießen. Denkt außerdem an die Kanäle eurer Kolleg*innen. Ein Beitrag, den Mitarbeitende im eigenen Netzwerk teilen, erreicht oft mehr Menschen als der offizielle Unternehmensaccount allein. Ganz wichtig: Auch außerhalb einzelner Posts sollte das Spiel dauerhaft erreichbar sein. Da Instagram, TikTok und Co. in der Bio meist nur einen einzigen Link zulassen, lohnt sich ein Linktree oder ein ähnliches Tool, über das ihr mehrere Links in der Bio bündelt, darunter dann fest einer zum Spiel. Plakate in den eigenen Räumen – die Reichweite direkt vor der Tür Nicht jede Wirkung passiert online. Ein Plakat im Eingangsbereich, in der Kantine oder im Pausenraum erreicht genau die Menschen, die täglich an eurem Unternehmen vorbeigehen, Mitarbeitende, Besucher*innen, Lieferant*innen. Sie alle können das Spiel weiterempfehlen, wenn sie überhaupt wissen, dass es existiert. Prüft, wo in euren Räumen ohnehin Blicke hängen bleiben, am Empfang, am Aufzug, an der Kaffeemaschine, und platziert dort einen QR-Code mit kurzem Hinweistext. Wie ihr so ein Poster inhaltlich und gestalterisch aufbaut, zeigt euch unser Guide für Poster-Werbung. Ein Spiel, das niemand kennt, verändert nichts. Messen und Events – wenn das Spiel live funktionieren muss Ein Spiel, das digital reibungslos läuft, muss auf der Messe genauso zuverlässig funktionieren. Klärt frühzeitig: Braucht ihr ein Tablet oder einen Bildschirm am Stand? Funktioniert das WLAN vor Ort? Gibt es Flyer mit QR-Code für Besucher*innen, die das Spiel später zu Hause spielen wollen? Eine ausführliche Übersicht dazu findet ihr in unserem Guide für Game-Marketing auf Events. Genauso wichtig: Euer Standpersonal sollte das Spiel selbst gespielt haben und in einem Satz erklären können, worum es geht. Nichts wirkt unglaubwürdiger als ein Team, das sein eigenes Recruiting Game nicht kennt. Die eigenen Kolleg*innen – die unterschätzte Reichweite Die eigene Belegschaft ist die stärkste Reichweite, die ein Unternehmen hat, wird aber am häufigsten vergessen. Erzählt es im Newsletter, im Teammeeting, im Intranet. Kolleg*innen, die vom Spiel wissen, teilen es mit Freund*innen und Bekannten, ganz ohne Werbebudget. Wer intern nicht informiert ist, kann auch niemandem draußen davon erzählen. Ads – ein optionaler Extra-Schub Website, Social Media, Plakate und die eigene Belegschaft reichen für viele Unternehmen bereits aus, um in den ersten Wochen genug Spieler*innen zu erreichen. Ads sind deshalb kein Pflichtprogramm, sondern ein zusätzlicher Hebel für alle, die noch mehr Reichweite wollen oder freies Budget übrig haben. Wenn ihr euch dafür entscheidet, überlegt zuerst, wen ihr erreichen wollt und über welchen Kanal das am besten gelingt, LinkedIn für berufliche Kontakte, lokale Portale für Bewerbende aus der Region, Google für Menschen, die bereits aktiv suchen. Stimmt die Ads in diesem Fall am besten mit euren bestehenden Recruiting-Anzeigen ab, statt sie getrennt zu planen. So verstärken sich beide gegenseitig, anstatt sich das Budget streitig zu machen. Fazit Diese sechs Orte kosten euch keine große Extra-Kampagne, nur den Blick dafür, wo euer Spiel schon überall hin könnte. Geht die Liste am besten regelmäßig durch, nicht nur direkt nach dem Launch, sondern auch Wochen und Monate später. Und behaltet dabei immer im Blick, welche Maßnahme über Tracking-Links tatsächlich Wirkung zeigt, so investiert ihr eure Zeit und euer Budget dort, wo es sich lohnt. Wer noch tiefer einsteigen möchte, wie man ein Spiel richtig in Szene setzt, findet weitere Impulse in unserem Webinar Marketing-Magie: Wie du dein Spiel zum Erfolg führst. Wenn ihr Unterstützung braucht, um euer Spiel an den richtigen Stellen sichtbar zu machen, sprechen wir gern in einer Discovery Session darüber, was für euch am meisten bringt. Ein gutes Spiel gewinnt nicht durch Perfektion, sondern durch Sichtbarkeit.